Sprachreisen verbinden zwei Dinge: Effektives Lernen durch die konstante Sprachverwendung im Alltag. Und das Kennenlernen der Kultur des Gastlandes. Wer sich richtig inspirieren lässt, verbindet die Sprache schnell mit mehr als nur Vokabeln.
Persönliche Kontakte, Austausch und sinnliche Erlebnisse kommen dazu. Wörter werden mit lebendiger Erfahrung verknüpft. So verankert sich Sprachwissen gut im Gedächtnis. Viele Menschen wünschen das und möchten ihr Englisch verbessern. Aber wohin sollte die Sprachreise gehen und wie plant man sie?
Planung und Wahl des richtigen Reiseziels
Die Qualität einer Spracherfahrungsreise hängt von verschiedenen Faktoten ab. Auf der einen Seite sollte es vor Ort eine seriöse Sprachschule geben. Deren Angebot sollte kleine Klassen bieten, in denen man gut üben kann und die Kurse sollten sich am individuellen Lernstand orientieren. Außerdem sollte der Anbieter Kontakt zum Austausch im Land unterstützen. Wer vom Arbeitgeber Bildungsurlaub bekommen möchte, muss auf Zertifikate und eine offizielle Anerkennung des Bildungsangebots achten.
Auf der anderen Seite kann das Englisch, das unterwegs oder im Kurs gesprochen wird, eine Rolle spielen. Das Englisch aus Großbritannien unterscheidet sich in der Aussprache deutlich von US-amerikanischem Englisch. In Irland oder Australien gibt es wiederum weitere Abweichungen. Eine weitere wichtige Unterscheidung bei Sprachkursen ist die Ausrichtung. Man kann eine Sprachreise zur allgemeinen Einführung unternehmen. Oder man kann sich bewusst für einen Kurs mit Business-Englisch entscheiden. Entsprechend sollte man zunächst eine Ziele klären.
Der dritte wichtige Faktor ist das persönliche Interesse an der Zielregion. In vielen Fällen ist gerade dieser subjektive Faktor entscheidend. Von ihm hängt es ab, wie viel wir mit dem Land verbinden, in das die Sprachreise geht. Beim Urlaub in der persönlichen Traumregion tauchen Reisende schneller in die Landeskultur und Landessprache ein. Und erfahrungsgemäß fällt die Kontaktaufnahme unter diesen Umständen leichter. Wenn man die Reise plant, sollte man darauf achten. Wer unter diesen Bedingungen sucht, stellt schnell fest, dass es viele schöne Ziele gibt.
Großbritannien ist die erste Adresse – aber England bietet viele Ziele

Erste Adresse für den Großteil der Sprachreisenden ist Großbritannien. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich kann man das Vereinigte Königreich deutlich schneller erreichen als zum Beispiel die USA oder Australien. Nicht einmal ein Flug ist notwendig. Mit Fähre und selbst per Zugverbindung kommt man auf die Insel. Wer Oxford English schätzt oder die Sprache im Geburtsland von Shakespeare lernen möchte, wählt damit ohne Zweifel das richtige Ziel. Fans von Serien wie "Bridgerton" oder "The Crown" kommen mit dem Standort auf ihre Kosten. Neben London als Ziel gibt es einige günstigere Standorte mit guten Sprachschulen.
Außerdem besteht Großbritannien nicht allein aus England, sondern aus vielen Teilen. Sprachreisen auf Englisch für neue Perspektive und Inspiration können in unterschiedliche Regionen führen. Schottland mit seiner tollen Whiskykultur und den Highlands bietet ebenfalls wunderbare Möglichkeiten für Reisen. Daneben sollte man Wales nicht vernachlässigen. Wer mehr Zeit hat und einen längeren Sprachurlaub plant, kann eine Rundreise unternehmen. Das hat den Vorteil, dass man verschiedene Regionen mit ihren Unterschieden kennenlernt. Auf der anderen Seite kann es den Nachteil haben, dass man im Alltag nicht fest mit bestimmten Einheimischen spricht.
Auch auf der anderen Seite des Atlantiks warten tolle Sprachangebote
In vielen beliebten Serien aus Amerika wird US-amerikanisches Englisch gesprochen. Wer sich nach dieser Art von Englisch sehnt oder den American Way of Life kennenlernen möchte, kann sich für ein Ziel in Nordamerika entscheiden. Der Vorteil des Landes: Es ist mit seinen vielen Bundesstaaten enorm heterogen. Man kann sich für New York entscheiden, wie zum Beispiel für Kalifornien oder Florida.
In den letzten Jahren sind Sprachreisen nach Kanada beliebter geworden. Das mag damit zusammenhängen, dass die politische Entwicklung in den USA für einige Unsicherheiten gesorgt hat. Demgegenüber gestaltet sich die Situation im nahe gelegenen Kanada deutlich entspannter. Weitschweifige Wälder kann man in Kanada ebenso kennenlernen wie moderne Großstadtmetropolen. Was man beim Planen des Urlaubs in Kanada allerdings nicht vergessen sollte: Ein Teil des Landes ist französischsprachig.
Afrika und Indien sind längst keine Geheimtipps mehr

Nicht jeder möchte seine Sprachreise auf Englisch in die Länder unternehmen, an die man beim Englischurlaub als Erstes denkt. Zwei interessante Optionen, sind Afrika und Indien. Südafrika punktet dabei mit mehreren Vorteilen. Zum einen ist Englisch hier Amtssprache und es gibt viele Sprachschulen mit einem guten pädagogischen Angebot in Städten wie Kapstadt. Zum anderen bietet die Region viele Ausflugsmöglichkeiten. Strandurlaub mit Sprachlernen ist ebenso möglich, wie man zur Safari in Nationalparks starten kann. Dabei bietet die Natur- und Pflanzenwelt exotische Entdeckungsmöglichkeiten, die sich deutlich von Europa unterscheiden.
Wer ein Reiseziel mit einer völlig anderen Kultur sucht, wird zudem im asiatischen Raum fündig. Dort hat sich Indien als gutes Ziel für Englischreisen etabliert. Man kann vor Ort eine völlig andere Kultur kennenlernen. Die kommunikative Offenheit im Land unterstützt einen schnellen Austausch. Das Essen in Indien kann für Freunde asiatischer Küche für dieses Ziel sprechen. Außerdem sind die Preise für Kurse und Unterkunft im Land vergleichsweise moderat. Ins Gewicht fallen vor allem die Kosten für den Flug. Mit etwas Planung halten sie sich im Rahmen. Wer noch weiter fliegen möchte, kann in Neuseeland oder Australien einen Bildungsurlaub zum Englisch lernen buchen.
Apps und Reisetagebücher können Sprachreisen begleiten
Bedeutsam für eine erfolgreiche Sprachreise ist nicht nur die Buchung und die Reisezeit. Gute Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung helfen, einen maximalen Nutzen daraus zu ziehen. Die drei Dinge, auf die man dabei achten sollte: Falls der Anbieter Unterlagen zum Lernen bereitstellt, sollte man sich erstens mit diesen gezielt vorbereiten. Zweitens kann sich die Verwendung von Sprachlern-Apps lohnen. Die modernen Apps ermöglichen mit wenig Zeit ein effektives und spielerisches Lernen im Alltag. Vor allem haben sie den Vorteil, dass sie das Lernen zu einer festen Gewohnheit machen. Für einen kleinen Lernerfolg genügen kontinuierliche tägliche Übungseinheiten von 10-20 Minuten.
Die dritte Sache, auf die man bei Sprachreisen achten sollte: das Bewahren schöner Erinnerungen von der Reise und das Dokumentieren von Erlebnissen. Wie man dies gestaltet, steht jedem selbst offen. Manche führen ein Reisetagebuch. Andere versenden viele beschriftete Postkarten. Oder sie fotografieren während des Urlaubs. Nachträglich stellen sie aus den Fotos ein Urlaubsbuch mit Text zusammen. Oder sie kommentieren Fotos und lernen passende Englischvokabeln zum Kommentieren. In jedem Fall lohnt es sich, die Erinnerungen in einem analogen Dokument zu bewahren. Ein Material, das man anfassen kann. Eine Sache, über die man sich künstlerisch und sprachlich ausdrückt. So hält man die Erinnerung wach und lernt neue Wörter. Neue Wörter, mit denen man beschreibt, was man wirklich erlebt hat.

