Fremdsprachenlernen wird immer beliebter. Dieser Trend verdankt sich praktischen Sprachlern-Apps. Über diese kleinen Alltagsübungen am Smartphone hinaus bieten Fremdsprachenreisen eine intensivere Lernmöglichkeit. Mit ihnen begibt man sich an Orte, an denen man die Sprache täglich anwenden muss. Für den Bildungsurlaub kann das motivierend sein. Zumindest wenn man die richtigen Reiseziele wählt. Diese Orte bieten sich für Englisch-Sprachreisen an.
Die Chancen des Kultur- und Sprachurlaubs
Was einen gut ausgewählten Sprachurlaub noch praktischer macht: Wer das richtige Angebot wählt, kann in vielen Fällen einen Bildungsurlaub dafür bekommen. Über diese Regelung sind zusätzliche Urlaubstage möglich. Je nach Reiseziel mag sich das nicht in allen Fällen lohnen. Doch selbst falls man nur einen Teil der Tage freibekommt, verlängert dies den Urlaub deutlich. Und im Gegensatz zum trockenen Schulunterricht bieten Sprachkurse in einem anderen Land die Möglichkeit, die Kultur dieses Landes selbst vor Ort kennenzulernen.
Klar ist: Man schnappt viele optische und sinnliche Eindrücke auf. Genau das sind Dinge, die das Gehirn mit der Fremdsprache in Verbindung bringt. Sinnlich inspiriert lernt es sich effektiver. Bei künftigen Sprachübungen erinnert man sich an die Eindrücke. Man lernt nicht nur Vokabeln, sondern verbindet soziale Situationen mit diesen. Das langfristige Lernen kann sich dadurch verbessern. Vor allem steigt der Spaß. Aber welche Reiseziele bieten sich für das Lernen von Englisch an? Sehen wir uns die wichtigsten Optionen an und prüfen wir, was für welches Land spricht.
England, London und Umgebung – die feine englische Art

London zählt eindeutig zu den beliebtesten Zielen für Reisen ins Englische. Kein Wunder, in der Hauptstadt des Vereinigten Königreiches gibt es schließlich ein enorm großes Kulturangebot. Und wer die Kultur des Landes, Shakespeare und trockenen Humor liebt, ist mit dem Standort und seinem typischen Akzent perfekt aufgehoben. Viele Anbieter von Sprachreisen und Kultururlaub kombinieren kleine Schulungen mit Touren zu den passenden Sehenswürdigkeiten. Auf diese Weise ergibt sich ein abgestimmtes Lern- und Reisecurriculum.
Eine Warnung vorneweg: London selbst kann teuer sein. Es gibt in erreichbarer Nähe aber Standorte, an denen viele Sprachkurse stattfinden und die Ausflüge nach London ermöglichen. Eine gute Option ist zum Beispiel das am Ärmelkanal gelegene Brighton in East Sussex. Eine weitere ist Eastbourne. Beide Orte liegen an der Küste. Auf einer längeren Reise, kann man vorneweg Sprachkurse besuchen und anschließend nach London weiterreisen. Wer mehr Zeit hat, kann einen Sprachkurs mit zwei Blöcken buchen. Wer Dichter wie Dylan Thomas liebt, kann Wales als Zielregion wählen.
Irland – Lernen im Land von James Joyce und Van Morrison

Ähnlich beliebt wie England sind Kultur- und Bildungsreisenreisen nach Irland. Wer regelmäßig Irish Pubs besucht oder auf den Spuren von James Joyce wandeln möchte, ist mit dem Ziel wunderbar bedient. Fans von Musikern wie Van Morrison, Sinéad O’Connor oder The Dubliners zieht es regelmäßig auf die Insel. Für viel grüne Natur und schöne Steilküsten ist sie ebenso bekannt wie für eine lebendige Kneipenkultur.
Bei einer Sprachreise nach Dublin kann man sich für Kurse auf Englisch entscheiden oder gezielt ins Irische und Gälische hineinschnuppern. Letzteres ist eine Minderheitensprache, die keltische Wurzeln hat. Wer seine Sprachkurse weltweit nutzen möchte, sollte auf klassisches Schulenglisch setzen. Für eingefleischte Irlandfans und alle, die längst fließend Englisch sprechen, kann das weniger wichtig sein. Über Sprachreisen auf Englisch bei Anbietern wie Dialog.de findet sich ein breites Angebot.
Schottland erleben – das Land von Loch Ness und Whisky

Schottland wird von vielen Menschen als Traumziel ausgewählt. In Edinburgh und Glasgow gibt es viele Anlaufstellen für Sprachkurse. Edinburgh bietet eine wunderschöne Stadtkulisse. Es hat seinen Grund, dass dieser Ort unter Kennern als das Athen des Nordens bekannt ist. Einen besseren Ausgangspunkt zum Kennenlernen der Landeskultur gibt es kaum. Die klare Aussprache ist ein weiterer Grund, der für Schottland als Zielregion sprechen kann. Ein Whisky-Tasting oder der Einkauf von typischem schottischem Tweed ist beim Aufenthalt vor Ort möglich. Dabei bietet jeder Ausflug und jede Alltagssituation die Möglichkeit zum Üben der Fremdsprache in einer lebendigen Alltagswelt.
Zwei Geheimtipps für Englisch-Reisen
Ein Sprachurlaub muss nicht immer nach England gehen. Es gibt zwei Regionen, die ebenfalls gute Lernmöglichkeiten bieten und weniger bekannt sind. Das eine ist Malta. In dem mediterranen Inselstaat ist Englisch die zweite Amtssprache. Ein zweiter Geheimtipp ist Südafrika. Kapstadt und Durban haben sich hier als Anlaufstellen für Sprachreisen etabliert. Was viele Menschen daran schätzen? Der andere Kontinent mag hierbei eine Rolle spielen. Außerdem kann man in der regionalen Umgebung schöne Nationalparks besuchen und eine Naturwelt kennenlernen, die Europa in der Form nicht bietet.
USA und Kanada – einen eigenen Way of Life kennenlernen

Angesprochen fühlen sich viele Menschen von Sprachreisen in die USA und nach Kanada. Typischerweise bietet sich das für alle an, die viel mit dem American Way of Life verbinden oder die Weiten Kanadas einmal kennenlernen möchten. In Anbetracht der weiten Flugstrecke empfiehlt sich in dem Fall ein längerer Urlaub. Man kann den Sprachkurs an den Anfang setzen. Anschließend startet man mit aufgefrischtem Wissen in einen fremdsprachigen Alltag.
Wohin die Reise in dem Fall gehen sollte? Auf dem nordamerikanischen Kontinent gibt es eine breite Auswahl an Zielen. Zu den beliebtesten Zielen in den USA zählen New York, Kalifornien und Florida. In Kanada bieten sich Vancouver, Montréal und Toronto mit ihren Angeboten an. Was man bei Kanada beachten sollte: Ein Teil des Landes ist französischsprachig. Wer sein Englisch im Alltag nutzen möchte, sollte also zumindest einen Teil davon in den passenden Regionen verbringen.
Down Under die Fremdsprache verbessern
Eine eigene Sprachkultur gibt es in Australien und Neuseeland. Auckland und Christchurch sind zwei gute Anlaufstellen, an denen man sich in Neuseeland orientieren kann. Das Land ist für die Maori und eine atemberaubende Naturlandschaft bekannt. Kein Wunder, dass unter Backpackern derart beliebt ist. Die zweite Option in der Nähe ist Australien. Städte wie Sydney, Melbourne und Brisbane bieten sich für Englischkurse ebenfalls an. Viele Besucher schätzen den lockeren zwischenmenschlichen Umgang. Es geht herzlich und weniger förmlich zu. Und diese Mentalität macht sich sprachlich bemerkbar.
Das ist nicht nur angenehm. Es kann das Alltagslernen unterstützen. Die Offenheit der Australier und Neuseeländer macht den Kontakt zu Muttersprachlern jedenfalls recht leicht. Man braucht nicht lange, um ins Gespräch zu kommen. Neben dem Sprachunterricht und dem Austausch gibt es in Australien eine beeindruckende Natur. Wer Spaß an Wassersport und Surfen hat, dürfte mit den Stränden jedenfalls einen wunderbaren Urlaubsort finden. Und viele Sprachschulen in den Städten haben einen ausgezeichneten Ruf. Insofern sollte man diese Region für Sprachreisen unbedingt auf dem Schirm haben.

